Willkommen in der wunderbaren Welt der Märchen

magisch, berührend, verzaubernd
































Herzlich willkommen

Erinnerst du dich nicht auch, an die eine oder andere magische Erinnerung an Märchen aus deiner Kindheit? Bis heute haben sie nichts an ihrer Magie verloren, vielleicht haben wir einfach verlernt wieder zu zuhören.
Wir alle, Susanne, Barbara, Esther, Gisela und Brigitte haben die selbe Leidenschaft: das Erzählen von alt überlieferten Märchen. Kennengelernt haben wir uns bei «Mutabor», der Schule für Märchen- und Erzählkultur. Die Freude am Erzählen verbindet uns . Wir erzählen authentisch und mit grosser Leidenschaft.
Wer denkt Märchen seien altmodisch oder nur für Kinder, der irrt sich. Märchen besitzen eine unglaubliche Weisheit und Tiefe. Es erstaunt wenig, das sie auch in der heutigen Zeit sehr gut zutreffen.
Lass dich verzaubern und berühren von unseren Erzählungen. Besuche eine unserer Vorstellungen im Frühling oder im Herbst. Wir erzählen jeweils in Kirchberg und Port.
Herzlichst Susanne, Barbara, Esther, Gisela und Brigitte

Unser Programm 2021

Wir erzählen im Sommer in drei wunderschönen Gärten bei schönem Wetter

Geniessen Sie Märchen in zauberhaften Gärten

 

Wir stellen uns vor…

Eure Erzählerinnen: Barbara, Brigitte, Esther, Gisela, Susanne

Barbara Isler

Nach meiner Pensionierung als Bio-Bäuerin wollte ich zu meinem Vergnügen die Märchenseminare bei Mutabor besuchen. Das Interesse , das ich schon immer an den Märchen hatte, wurde dadurch noch mehr geweckt, weil es immer Neues zu entdecken gibt, so dass ich inzwischen mit grosser Freude anderen Menschen von den entdeckten Schätzen weitergebe.

Brigitte Rasper

Und Märchen begleiten mich seit meiner Kindheit. Mit meinen Geschwistern haben wir sie gespielt, später habe ich sie meinen Kindern erzählt und nun hören meine Enkel fasziniert zu. Der Zauber der Märchen ist für mich zeitlos. Ihre Kraft und wunderbare Bildsprache sind Nahrung für die Seele.

Esther Cathrin Gertsch-Hostettler

Ich wohne im schönen Emmental. Es ist eine grosse Leidenschaft von mir, die Weisheiten der Märchen, in meinem urchigen Bern-deutsch zu erzählen. Es macht mich glücklich, meine Begeisterung für die Märchen anderen Menschen weiter zu geben.

Gisela Bolliger

Märchen lassen meine Seele weit werden, sie lassen sie fliegen. Sie erinnern mich an meine Träume. Ich verbringe gerne Zeit in
einer Welt, wo Zwerge, Feen, Könige und weise Frauen wohnen. Wo die Bäume in den Himmel wachsen und Menschen und Tiere sich verstehen. Im Spiegel der Märchen erkenne ich mich selbst. Die Sprache der Symbole verbindet Bewusstes mit Unbewusstem. Diese Nahtstelle fasziniert mich, in ihr schlummert Magie.

Susanne Känel

Die Märchen welche ich erzähle erklingen in Hochdeutsch. Meine Leidenschaft für die Märchen habe ich bei einer Radiosendung wieder entdeckt. Ist es nicht faszinierend, wie Märchen verzaubern können? Sie regen einen zum Träumen an oder bringen einen zum Lachen oder Weinen; manchmal erschrecken oder entzücken sie uns. Wenn man sein Herz öffnet, wird dieses berührt und die Fantasie beflügelt.

 

Märchenkostproben

Die Hör-Kostprobe

ziege

Ein Märchen über Mut und der List der Täuschung

Ein indisches Märchen welches über den Mut und List des Schwächeren handelt und parallelelen zum Selbstvertrauen zieht. Es motiviert, um aus der Schwäche den Blick auf das vermeintlich positive zu richten und sich selbst zu motivieren.

 

 

Die Ziege und der Löwe

von Erzählt von Susanne Känel | Märchen aus Indien

Die Seh- und Hör-Kostprobe

Die Lese-Kostprobe

Das Erdbeerpflücken

Es war einmal eine arme Frau mit zwei Kindern. Die Mutter musste jeden Tag arbeiten gehen, um sich und die Kinder zu ernähren. Sobald im Sommer die Erdbeeren reif waren, gingen die beiden Kinder in den Wald. Sie sammelten viele Körbchen voll und verkauften sie dann im Dorf.

Als nun wieder einmal die Erdbeeren reif waren, gingen der Junge und das Mädchen, jeder mit einem Körbchen in den Wald. Schon bald fanden sie eine schöne Stelle, wo viele Erdbeeren wuchsen. Sie halfen einander die Körbchen füllen. Dann stellten sie die Erdbeeren unter einen Strauch und sagten: «Jetzt wollen wir aber noch ein wenig spielen!» Sie sprangen herum und pflückten Blumen und als sie genug hatten, wollten sie nach Hause gehen. Doch die zwei Erdbeerkörbchen waren nicht mehr da. Sie suchten überall, konnten sie aber nicht finden.

Schliesslich schickte der Junge das Mädchen heim, er selbst wollte noch den ganzen Abend suchen.

Doch als der Abend kam, wurden ihm die Augen schwer und er legte sich ins Moos schlafen. Mitten in der Nacht wachte er auf. Der Mond schien hell und er sah etwas blitzen.

Er rieb sich die Augen und da sah er einen Zwerg, der schleppte in jeder Hand ein volles Erdbeerkörbchen.

Der Junge sprang auf und rief: «Die hast du uns gestohlen. Stell sie schnell wieder hin, sonst verhaue ich dich!»

«Hau bitte nicht», rief da der Zwerg, «ich will dir dafür etwas zeigen.»

Der Zwerg nahm einen Hammer, ging mit dem Jungen auf einen Felsen zu und klopfte gegen die Felswand. Da öffnete sich der Berg, sie traten ein und kamen zu einer Tür. Die Tür führte in einen Saal und dort stand in der Mitte des Raumes ein Stuhl, auf diesem sass der Zwergenkönig und sprach: «Wo kommst du her, Menschenkind?»

«Ich war beim Erdbeerpflücken und ihr habt unsere vollen Körbchen gestohlen!»

«Ich will dir etwas geben für die feinen Beeren, komm nur mit.»

Der Zwergenkönig führte den Jungen in ein Zimmer, da war alles voller Silber, im zweiten war alles voller Gold und im dritten alles voller Edelsteine.

Jetzt sollte aber genau zu dieser Zeit die Hochzeit der Zwergenprinzessin gefeiert werden.

Der Tisch wurde mit den feinsten Speisen gedeckt, es wurde getrunken und getanzt. Der Junge tanzte mit dem Zwergenmädchen, das hatte einen Kranz aus Gold und Edelsteinen im Haar.

Dann wolle er gerne einmal auf dem Königsstuhl sitzen, aber kaum setzte er sich, fiel er in einen tiefen Schlaf.

Als er wieder aufwachte, lag er im Wald unter einem Baum, die leeren Körbchen lagen neben ihm. Schnell lief er nach Hause und die Mutter war froh ihn wiederzusehen.

«Gut, dass du wieder da bist!» sagte sie.

«Ja, aber die Erdbeeren sind fort.»

Die Schwester schaute ihn lange an und dann rief sie: «Aber Bruder sag, was hast du für ein Kränzlein auf dem Kopf?»

Er fasst sich ins Haar und da steckt der Kranz des Zwergenmädchens.

«Also habe ich nicht geträumt», sagte der Junge und er erzählte von seinem Erlebnis in der Nacht.

«Ob das Gold und die Edelsteine wohl echt sind?»

«Wir wollen zum Goldschmied gehen und ihn fragen», sagte die Mutter und so machten sie es auch.

Der Goldschmied wunderte sich über die Pracht und sagte: «Jedes Blättchen am Kranz ist so wertvoll, dass ich nicht genug Geld habe es zu bezahlen.»

«Dann gebt uns soviel, wie ihr habt», sprach die Mutter. Und dann ging sie auf den Markt und kaufte Brot und Kuchen, warme Decken für den Winter, und gute Schuhe für die Kinder.

Wie freuten sie sich als die Mutter nach Hause kam.

Von diesem Tag an mussten sie nie mehr Not leiden. Vielen armen Leuten haben sie geholfen, denn sie wussten ja selbst wie weh Hunger tut.

 

Märchen aus Deutschland

Aus: Kindermärchen aus aller Welt, Mutabor Verlag 2015 

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