Willkommen in der wunderbaren Welt der Märchen

magisch, berührend, verzaubernd
































Herzlich willkommen

Erinnerst du dich nicht auch, an die eine oder andere magische Erinnerung an Märchen aus deiner Kindheit? Bis heute haben sie nichts an ihrer Magie verloren, vielleicht haben wir einfach verlernt wieder zu zuhören.
Wir alle, Susanne, Barbara, Esther, Gisela und Brigitte haben die selbe Leidenschaft: das Erzählen von alt überlieferten Märchen. Kennengelernt haben wir uns bei «Mutabor», der Schule für Märchen- und Erzählkultur. Die Freude am Erzählen verbindet uns . Wir erzählen authentisch und mit grosser Leidenschaft.
Wer denkt Märchen seien altmodisch oder nur für Kinder, der irrt sich. Märchen besitzen eine unglaubliche Weisheit und Tiefe. Es erstaunt wenig, das sie auch in der heutigen Zeit sehr gut zutreffen.
Lass dich verzaubern und berühren von unseren Erzählungen. Besuche eine unserer Vorstellungen im Frühling oder im Herbst. Wir erzählen jeweils in Kirchberg und Port.
Herzlichst Susanne, Barbara, Esther, Gisela und Brigitte

Unser Programm 2021

Wir erzählen im Sommer in drei wunderschönen Gärten bei schönem Wetter

Geniessen Sie Märchen in zauberhaften Gärten

 

Anmeldung zum Erzählabend

wir möchten Sie bitten sich anzumelden

Freitag dem 25.06.2021 in Ipsach um 18:00 Uhr
Samstag dem 26.06.2021 in Biel um 18:00 Uhr
Samstag dem 03.07.2021 in Kirchberg Be um 18:00 Uhr

Es wird nur bei schönem Wetter stattfinden.

Herzlichst, eure Erzählerinnen

Wir stellen uns vor…

Eure Erzählerinnen: Barbara, Brigitte, Esther, Gisela, Susanne

Barbara Isler

Nach meiner Pensionierung als Bio-Bäuerin wollte ich zu meinem Vergnügen die Märchenseminare bei Mutabor besuchen. Das Interesse , das ich schon immer an den Märchen hatte, wurde dadurch noch mehr geweckt, weil es immer Neues zu entdecken gibt, so dass ich inzwischen mit grosser Freude anderen Menschen von den entdeckten Schätzen weitergebe.

Brigitte Rasper

Und Märchen begleiten mich seit meiner Kindheit. Mit meinen Geschwistern haben wir sie gespielt, später habe ich sie meinen Kindern erzählt und nun hören meine Enkel fasziniert zu. Der Zauber der Märchen ist für mich zeitlos. Ihre Kraft und wunderbare Bildsprache sind Nahrung für die Seele.

Esther Cathrin Gertsch-Hostettler

Ich wohne im schönen Emmental. Es ist eine grosse Leidenschaft von mir, die Weisheiten der Märchen, in meinem urchigen Bern-deutsch zu erzählen. Es macht mich glücklich, meine Begeisterung für die Märchen anderen Menschen weiter zu geben.

Gisela Bolliger

Märchen lassen meine Seele weit werden, sie lassen sie fliegen. Sie erinnern mich an meine Träume. Ich verbringe gerne Zeit in
einer Welt, wo Zwerge, Feen, Könige und weise Frauen wohnen. Wo die Bäume in den Himmel wachsen und Menschen und Tiere sich verstehen. Im Spiegel der Märchen erkenne ich mich selbst. Die Sprache der Symbole verbindet Bewusstes mit Unbewusstem. Diese Nahtstelle fasziniert mich, in ihr schlummert Magie.

Susanne Känel

Die Märchen welche ich erzähle erklingen in Hochdeutsch. Meine Leidenschaft für die Märchen habe ich bei einer Radiosendung wieder entdeckt. Ist es nicht faszinierend, wie Märchen verzaubern können? Sie regen einen zum Träumen an oder bringen einen zum Lachen oder Weinen; manchmal erschrecken oder entzücken sie uns. Wenn man sein Herz öffnet, wird dieses berührt und die Fantasie beflügelt.

 

Märchenkostproben

Die Hör-Kostprobe

ziege

Ein Märchen über Mut und der List der Täuschung

Ein indisches Märchen welches über den Mut und List des Schwächeren handelt und parallelelen zum Selbstvertrauen zieht. Es motiviert, um aus der Schwäche den Blick auf das vermeintlich positive zu richten und sich selbst zu motivieren.

 

 

Die Ziege und der Löwe

von Erzählt von Susanne Känel | Märchen aus Indien

Die Seh- und Hör-Kostprobe

Die Lese-Kostprobe

Das Diadem aus Morgentau

Hoch im Gebirge lag einst ein Reich, das wurde von einem gerechten und guten Kaiser regiert. Dessen einzige Tochter übertraf an Liebreiz alle Vorstellungen. Wenn sie bei klirrender Kälte in ihrem regenbogenfarben bestickten und reich verzierten Seidenumhang durch den verschneiten Garten wandelte, erblühten die Blumen und Bäume. 

Aber die Prinzessin hatte nur wenig Freude an dem, was sie besaß. 

Keine Stickerei erschien ihr zart genug, die Bäume im Palastgarten hatten ihr zuwenig Laub, und die Blumen dufteten nicht nach ihrem Geschmack, auch meinte sie, die Diener müßten sich ihr gegenüber viel ehrerbietiger verhalten. 

Eines Morgens öffnete die Prinzessin ‚ihr Schmuckkästchen, das mit Edelsteinen ausgelegt war, doch all das kostbare Geschmeide dünkte sie zu gering für die Tochter eines so mächtigen Herrschers. Sie lief in den Garten, um nachzudenken, was für einen Schmuck die Goldschmiede ihr anfertigen sollten. Da erblickte sie auf allen Knospen und auf jedem Grashalm große Tautropfen. Im Glanz der Sonne, die eben hinter den Bergen aufging, glitzerten sie schöner als die wertvollsten Juwelen. Jetzt wußte die Prinzessin, was sie wollte, und sie lief zu ihrem Vater. 

„Schnell, schicke Boten zu allen Goldschmieden im Land“, bat sie atemlos, „sie sollen mir ein Diadem aus Morgentau fertigen <, Und versprich ihnen dafür eine große Belohnung. Mach nicht so ein trauriges Gesicht, lieber Vater, es wird keine schönere Prinzessin als mich auf der Welt geben, wenn dieses Diadem in meinem Haar erstrahlt!“ 

Der Herrscher schüttelte den Kopf, doch schließlich gab er nach, wie schon so oft, wenn sie sich etwas ausgedacht hatte. Am nächsten Morgen aber kam niemand in den Palast. Auch am Tag darauf brachte keiner das gewünschte Diadem. Die Prinzessin wurde schon ganz traurig, daß ihr Wunsch nicht in Erfüllung gehen sollte. 
Am dritten Tag aber erschien ein bärtiger alter Goldschmied und ließ sich sogleich vor die Prinzessin führen. 
„Bringst du mir das Diadem?“ fragte sie ungeduldig. 
Der alte Mann verneigte sich und bat, das Schmuckstück vor ihren Augen anfertigen zu dürfen. Er brauche lediglich einen Platz, an dem er in Ruhe arbeiten könne. Die Prinzessin wies ihm einen mächtigen Tisch unter dem Fenster zu, und der Goldschmied breitete größere und kleinere Goldplatten darauf aus, dazu verschiedene Hämmerchen und kleine Schüsseln, Lampen und Waagen. Nach und nach nahm er alles bedächtig aus seinen Taschen, bis er zufrieden mit dem Kopf nickte. 
„Wann endlich wirst du nun das Diadem schmieden?“ drängte die Tochter des Kaisers. 
„Gnädigste Prinzessin, wenn. du erlaubst, beginne ich morgen früh mit der Arbeit. Ich bitte dich nur, mit mir ins Freie zu gehen.“ 
Das sagte ihm die Prinzessin zu. 
In aller Frühe begab sich das schöne Mädchen mit dem Goldschmied in den Garten, wo alles glänzte und glitzerte und die Tautropfen in allen Regenbogenfarben funkelten. Über den mit weißen Steinen ausgelegten Weg ging der alte Mann zu einem kleinen Weiher. Er verneigte sich abermals vor der Prinzessin und sprach: „Herrscherin des Morgentaus, erweise mir die Gnade, die Tautropfen auszusuchen, die ich in das Diadem einsetzen soll, und sie mir zu reichen. Dann wird der Haarschmuck bis zum Abend fertig sein.“ 
Die Prinzessin eilte zu den Bambusblüten, zum Schilf und zu den Seerosen am Weiher und sammelte vorsichtig die schönsten Tautropfen. Als sie sie aber dem Goldschmied geben wollte, blieb nichts davon übrig. Der Alte reichte ihr ein goldenes Schüsselchen. Ungeduldig schüttelte sie den Tau vom hohen Gras hinein, doch wieder blieb ihr nichts. Als die Sonne höher stieg, verschwand der Tau unter ihren Strahlen. Da weinte die Prinzessin bitterlich. Lange stand sie starr wie eine Bildsäule bei dem Teich, die Hände vor dem Gesicht. Dann aber sprach sie zu dem alten Goldschmied: „Ich danke dir. Nie werde ich vergessen, was du mich heute gelehrt hast. Und bitte, fertige mir zum Andenken eine Goldkette an, eine ganz einfache, schlichte. Ich will sie immer tragen. Sie wird mir Glück bringen; denn sie erinnert mich an den Augenblick, als ich die Wahrheit begriff. “ 

Fortan lebte die schönste Prinzessin der Welt hoch in den Bergen glücklich und zufrieden unter den Menschen in ihrem mächtigen Reich.

Sichuan

Aus: E. Chmelova, Märchen der Bergwelt, Bratislava 1988

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